Gibt es das perfekte Bewerbungsfoto?

Gibt es das perfekte Bewerbungsfoto?

Tipps und Tricks für einen guten und gelungenen ersten Eindruck.

Ein Foto sagt mehr als tausend Worte – das ist zwar ein alter, aber doch weiser Spruch. Und gerade das Bewerbungsfoto gibt einem zukünftigen Arbeitgeber innerhalb einer 180stel Sekunde einen ersten Eindruck vom Kandidaten. Damit der erste Eindruck positiv ausfällt, gibt die Gelderner Fotografin Gisela Graboswki ein paar Tipps, worauf die Bewerber schon vor dem Betreten eines Fotostudios achten sollten.

„Viele sind unvorbereitet, wenn sie in das Fotostudio kommen und ein Bewerbungsfoto machen wollen“, so Gisela Grabowski, Inhaberin des Fotostudios Selhof in Geldern. „Sie kommen wie sie sind und sind sich nicht bewusst, dass sie mit sich selbst werben wollen.“

Deshalb sollte Bewerbern vor dem Shooting klar werden: Welches Ziel habe ich vor Augen und wo will ich hin? Dazu ist es notwendig, sich mit der Firma, bei der man sich bewirbt, auseinanderzusetzen und zu recherchieren, was die Firma macht und welche Aufgaben man in der Firma übernehmen möchte.

Wenn man sich unsicher ist, welche Kleidung besser passt, rät die Experten, am besten zwei oder drei Outfits zum Fototermin mitzubringen, um dann vor Ort eine Entscheidung zu fällen. Damit die Entscheidung etwas leichter fällt, ist der Griff zu Kleidung und Schmuck, die die Firmenfarben des zukünftigen Arbeitgebers wiedergeben, von großem Vorteil.

„Wichtig auf dem Foto ist vor allem das Lächeln, das keinesfalls fehlen darf. Selbst beim Vorstellungsgespräch und beim Vorabgespräch am Telefon sollte man lächeln, weil man dann automatisch freundlicher klingt“, erklärt Grabowski.

Weiterhin sollte nicht nur die Mimik im Gesicht eine freundliche Ausstrahlung rüberbringen, sondern auch die eigene Körperhaltung. Auf dem Foto also nicht verkrampfen, sondern den Körper in Richtung Kamera leicht vorbeugen und vor allem interessiert schauen.

Zudem sollte der Mund beim Foto leicht geöffnet sein. „Damit drückt man aus: Ich bin sprechbereit“, so die Fotografin. Am besten sei es, so Grabowski, der Bewerber beträchte sich vor dem Fototermin ein wenig länger im Spiegel und probiere einige Gesichtsausdrücke aus. Damit würde man sich mehr mit sich selbst beschäftigen und sehen, welche Vor- und Nachteile man hat. Jungen Frauen rät die Fotografin und ausgebildete Visagistin, sich matt zu schminken und die positiven Attribute wie Augen und Mund zu betonen, maximal drei Accessoires zu tragen und gewellte Haare am besten zu einer Seite legen oder mit einem Haargummi bändigen. „Der strenge Zopf nach hinten kann gerade bei beratenden Tätigkeiten wie Bankkauffrau Sachkompetenz vermitteln“, so die Fotografin. „Ein Schal sollte wiederrum nur dann gewählt werden, wenn er zu den anderen Sachen passt und nichts versteckt.“

Am Ende der Fotostrecke, wenn es an die Wahl des besten Bewerbungsfotos geht, muss sich der Bewerber bewusst werden: Es geht nicht darum, das schönste Foto auszusuchen, sondern das, welches Freundlichkeit, Kompetenz und Leistungsbereitschaft ausdrückt. „Deshalb sollten sich die Bewerber die Bilder nicht subjektiv, sondern objektiv betrachten und sich fragen: Würde ich diese Person einstellen?“, fasst Graboswki zusammen. „Das erleichtert die Wahl des besten Bewerbungsfotos.“