Gewerkschaft NGG: Lebensmittelbranche für Nachwuchs attraktiv

Gewerkschaft NGG: Lebensmittelbranche für Nachwuchs attraktiv

Im Kreis Kleve warten noch 499 Ausbildungsplätze auf Bewerber

Last-Minute-Lehrstellen zu besetzen: Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind im Kreis Kleve noch 499 offene Ausbildungsplätze bei der Arbeitsagentur gemeldet. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Die NGG appelliert dabei an Schulabgänger, sich auch in der Lebensmittelbranche umzugucken. „Vom Industriekaufmann bis zur Getränke-Laborantin – die Ernährungswirtschaft bietet ein breites Spektrum, viele Perspektiven und im späteren Job auch einen
überdurchschnittlichen Verdienst“, sagt NGG-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hufer. Im Kreis Kleve zählt die Branche laut Arbeitsagentur noch 29 offene Ausbildungsplätze.

Die Lebensmittelindustrie sei in den vergangenen Jahren deutlich attraktiver geworden, betont Hufer: „Hinter der Tiefkühlpizza und dem Fruchtjoghurt stecken viel Hightech und Know-how. Eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik deckt von der Anlagensteuerung bis zur Produktentwicklung eine breite Palette ab. Wie kaum eine andere Branche verändert sich die Ernährungswirtschaft durch die Digitalisierung – von der Produktion über die Lieferkette bis zum Kunden-Feedback per Social Media. Hier sind gerade ,Digital Natives‘ gefragt, die mit dem Smartphone oder Tablet aufgewachsen sind.“

Neben dem Lebensmitteltechniker suchen Betriebe nach NGG-Angaben insbesondere auch Mechatroniker- und Informatiker-Nachwuchs. Hans-Jürgen Hufer: „Wer sich beim Jobstart für die Ernährungsbranche entscheidet, gehört zu den Azubi-Besserverdienern. Die Vergütungen liegen zwischen 818 Euro im ersten und 1.132 Euro im dritten Lehrjahr – und damit höher als zum Beispiel bei einem Kfz-Azubi.“ Nach der Ausbildung kommt eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik auf 3.050 Euro pro Monat. Außerdem hat die NGG ein tarifliches Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Zuzahlungen des Arbeitgebers in die
betriebliche Altersvorsorge durchgesetzt.

 

Hufer: „Und auch wer etwas Originelles sucht, wird in der Lebensmittelindustrie fündig.
Zum Beispiel als Azubi zum Speiseeishersteller oder Destillateur.“ Weitere Infos rund um
die Ausbildung gibt es im Netz unter: www.berufenet.arbeitsagentur.de